Unterschiede zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes

Typ-1-Diabetiker produzieren kein körpereigenes Insulin mehr, sodass sie mit Insulin behandelt werden müssen.

Sie sind fast immer schlank und brauchen daher nicht unbedingt kalorienreduziert zu essen.

Da sich ihre benötigte Insulindosis aber nach dem blutzuckererhöhenden Kohlenhydratgehalt in der Nahrung richtet, muss dieser bei jeder Mahlzeit berechnet werden. Berechnet werden die Kohlenhydrate nach den so genannten Broteinheiten/Berechnungseinheiten (BE) bzw. Kohlenhydrateinheiten (KE/KHE).

Starke Blutzuckerschwankungen können durch die kontrollierte Zusammenstellung der Speisen recht mühelos vermieden werden. Um das Risiko für Folgeerkrankungen zu reduzieren, sollte der Typ-1-Diabetiker zusätzlich zu den Kohlenhydraten auch die Aufnahme von Eiweiß und Fett im Auge behalten.
    
Typ-2-Diabetiker

Die am häufigsten auftretende Art von Diabetes ist Typ-2-Diabetes.

Übergewicht ist dabei ein wichtiger Risikofaktor.

Bei Typ-2-Diabetikern produziert die Bauchspeicheldrüse anfangs in der Regel noch ausreichend Insulin. Das Insulin kann jedoch schlechter wirken, weil die Aufnahme in die Zellen im Körper durch das Übergewicht verhindert ist.

Reduzierung des Körpergewichts und gegebenenfalls Behandlung mit Tabletten reicht häufig aus, um den Blutzuckerwert des Typ-2-Diabetikers zu normalisieren.

Um das Übergewicht abzubauen, wird Typ-2-Diabetikern erhöhte körperliche Aktivität und vor allem eine fettarme und insgesamt kalorienreduzierte Ernährung empfohlen.

Typ-2-Diabetiker, die nicht mit Insulin behandelt werden, sollten daher bei den Mahlzeiten statt der Brot- /Berechnungseinheiten den Fettgehalt und die Gesamtkalorien beachten.

Merke
  • Typ-2-Diabetiker
    sollten bei der Planung ihrer Ernährung unbedingt auf die Kalorien und den Fettgehalt achten!

  • Typ-1-Diabetiker
    müssen auf die Berechnung der Broteinheiten achten!