Backen mit Süßungsmitteln

Mürbe-, Hefe-, Quark-, Öl- oder Strudelteige gelingen mit Süßstoff problemlos.
Lediglich Rühr- und Bisquitteige können Sie nicht ausschließlich mit Süßstoff süßen. Denn in diesen Sorten sorgt der Zucker nicht nur für den süßen Geschmack, sondern gibt dem Teig auch Masse und Volumen.

Aber es gibt einen Weg, auch solche Kuchensorten diabetesgerecht zu backen. Verringern Sie einfach die ursprünglich vorgesehene Zuckermenge um die Hälfte. Denn bei fast allen Rezepten reicht die halbe Zuckermenge immer noch aus, damit der Kuchen gelingt. Beim Bisquitteig verringern Sie die Zuckermenge um die Hälfte und fügen aber pro Eigelb einen Esslöffel lauwarmes Wasser hinzu, damit der Teig schön luftig wird.
Wenn Ihnen der Kuchen nicht süß genug ist, können Sie den Teig beim nächsten Mal zusätzlich mit Süßstoff süßen - am besten mit flüssigem. Oder Sie nehmen Süßstofftabletten, die sie in wenig Wasser auflösen (Packungsaufdruck beachten).

Jeder Süßstoff hat etwas andere Geschmackseigenschaften. Allen gemein ist, dass sie bei Überdosierung leicht metallisch schmecken können.
Dosieren Sie deshalb etwas zurückhaltend, um bei Bedarf nachsüßen zu können.
Aspartam eignet sich nicht zum Backen, da es bei Wärme zerfällt.

Saccharin-Zuckeraustauschstoff-Mischungen enthalten Kalorien.
Neben den Süßstoffen gibt es noch mehrere Zuckeraustauschstoffe: Isomalt, Lactit, Maltit, Mannit, Sorbit, Xylit. Sie haben zwar eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker, aber etwas weniger Kalorien.
Zuckeraustauschstoffe werden als besonders nützlich für Diabetiker vermarktet, weil sie den Blutzucker kaum steigen lassen. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie ab einer Menge von 10-20 g Blähungen und Durchfälle verursachen können.

Fruchtzucker hat genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. In geringen Mengen beeinflusst er den Blutzucker kaum. Größere Mengen können dazu führen, dass der Blutzucker nach einiger Zeit ansteigt.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass es bei einer größeren Zufuhr von Fruchtzucker offenbar zu Fettablagerungen in der Leber kommen kann.

Diabetes-Experten empfehlen deshalb, mit Süßstoff zu süßen. Sollte dies nicht möglich sein, verwenden Sie Haushaltszucker in kleinen Mengen (< 50 g am Tag über den Tag verteilt).
Wie Ihr Blutzucker darauf reagiert, können Sie in der Regel gut voraussagen.