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Tollwut
Vorsicht vor streunenden Hunden
 

Erreger:
Tollwut-Virus

Übertragung:
In Südamerika, Afrika und insbesondere in Asien bilden unkontrolliert gehaltene und herumstreunende Hunde das Haupterregerreservoir der Tollwut. Sie sind für über 90 % aller Tollwutfälle beim Menschen verantwortlich.

Inkubationszeit:
Normalerweise 10 Tage bis zu 3 Monate. Sie kann jedoch deutlich kürzer oder wesentlich länger sein (bis zu einigen Jahren).

Krankheitsverlauf:
Eine Tollwutinfektion führt unbehandelt ausnahmslos zum Tode.
Das Virus befällt das zentrale Nervensystem und breitet sich im Körper aus.
Ersten Anzeichen sind Brennen, Rötungen oder Missempfindungen an der Bissstelle, sowie unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Unwohlsein.
Danach treten Aggressivität, Empfindlichkeit gegen Licht, Wasser und Geräusche auf, sowie Verwirrtheit und Muskelzuckungen.

Im Spätstadium beeinträchtigung der Schluck- und Atemmuskulatur mit Krämpfen. Der Tod tritt durch Herz- und Atemlähmung ein.

 

Impfempfehlung:
Eine Impfung sollte abhängig von abhängig von der Situation in dem Reiseland sowie Art und Dauer des Aufenthaltes in folgenden Fällen erwogen werden:

  • bei Reisen unter einfachen Bedingungen in Länder mit hoher Tollwut-Vorkommen
  • bei Reisen in Gebiete, in denen nicht innerhalb von 24 Stunden eine gut ausgestattete medizinische Einrichtung erreichbar ist
  • bei Reisenden, die beruflich mit Tieren zu tun haben
  • bei Langzeitreisen in Hochendemiegebiete.

Impfung:
In Deutschland stehen gut verträgliche Totimpfstoffe zur Verfügung, die an den Tagen 0, 7, 21 (oder 28) verabreicht werden.
Impfabstände zu anderen Impfungen sind nicht erforderlich.

Auffrischimpfungen:
Auffrischimpfungen sind nach einer tollwutverdächtigen Exposition sofort, ansonsten alle 2 bis 5 Jahre angezeigt.

Hinweis:
Im Kontaktfall ohne vorherige Impfung sind das Hyperimmunglobulin und 5 Impfungen notwendig. Beides ist in einigen Regionen nicht immer verfügbar, bzw. muß vor Ort bezahlt werden.