Erreger: Hepatitis B-Virus
Übertragung: Über Blut und Körperflüssigkeiten. Kleinste Speichelmengen (beim Küssen, beim gemeinsamen Gebrauch der Zahnbürste), Sperma und weibliche Genital-Sekrete sind Überträger-Stoffe. Die Hepatitis B wird bei Jugendlichen und Erwachsenen hauptsächlich durch Sexualkontakte weitergegeben.
Inkubationszeit: Zwei bis sechs Monate
Symptome: Nur jeder zweite Krankheitsverlauf zeigt folgende Symptome: Anfangs grippeähnliche Symptome, später Oberbauchbeschwerden, Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls, Gelbfärbung der Haut, Lebervergrößerung, begleitet von Unwohlsein, Abgeschlagenheit, Müdigkeit.
Komplikation: Chronischer Verlauf, der zu Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder zu Leberkrebs führen kann Bei Kleinkindern verlaufen 30 Prozent und bei Neugeborenen sogar 90 Prozent der Erkrankungen chronisch; bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt es etwa bei 10 Prozent zu chronischen Verläufen.
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Schutz vor der Erkrankung: Der Erreger ist hoch ansteckend. Da es keine sicher zur Heilung führende Behandlung gibt, bleibt die Impfung die einzige Möglichkeit, wirksam vor einer Erkrankung zu schützen.
- Grundimmunisierung:
Für Kinder ab zwei Monaten und bei Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren. Zwei Injektionen im Abstand von mindestens vier Wochen und eine nach mindestens fünf Monaten.
- Auffrischimpfung: Nur für Risikogruppen vorgesehen.
Wer sollte geimpft werden?
- Die Impfung gegen Hepatitis B ist besonders wichtig für Jugendliche, da das Bakterium auch durch Geschlechtsverkehr übertragen wird.
- Berufstätige im Gesundheitswesen (Berufskrankheit Nr. 1 durch Kanülen-Stichverletzungen)
- Dialyse-Patienten (generell: Menschen mit häufigen Blutübertragungen)
- Patienten, denen ausgedehnte chirurgische Eingriffe bevorstehen (z.B. Operationen mit Herz-Lungen-Maschine)
- Personen mit häufig wechselnden Intimpartnern, z.B. homosexuell aktive Männer, Drogenabhängige
Impfreaktionen: Leichtes Fieber, Müdigkeit, Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Übelkeit, grippeähnliche Symptome.
Schutzrate: Über 95 Prozent.
Schutzdauer: Nach der dritten Impfung mindestens zehn Jahre, wahrscheinlich deutlich länger.
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