Homepage PraxisteamLeistungenTermineLageplanLinks       
ErnährungErnährungsberatungDiabetes Impfung
Home >> Diabetes  >> Diätische Lebensmittel >> Backen mit Süßungsmitteln
Beim Backen leisten Süßstoffe wertvolle Dienste
 

Mürbe-, Hefe-, Quark-, Öl- oder Strudelteige gelingen mit Süßstoff problemlos.
Lediglich Rühr- und Bisquitteige können Sie nicht ausschließlich mit Süßstoff süßen. Denn in diesen Sorten sorgt der Zucker nicht nur für den süßen Geschmack, sondern gibt dem Teig auch Masse und Volumen.

Aber es gibt einen Weg, auch solche Kuchensorten diabetesgerecht zu backen. Verringern Sie einfach die ursprünglich vorgesehene Zuckermenge um die Hälfte. Denn bei fast allen Rezepten reicht die halbe Zuckermenge immer noch aus, damit der Kuchen gelingt. Beim Bisquitteig verringern Sie die Zuckermenge um die Hälfte und fügen aber pro Eigelb einen Esslöffel lauwarmes Wasser hinzu, damit der Teig schön luftig wird.
Wenn Ihnen der Kuchen nicht süß genug ist, können Sie den Teig beim nächsten Mal zusätzlich mit Süßstoff süßen - am besten mit flüssigem. Oder Sie nehmen Süßstofftabletten, die sie in wenig Wasser auflösen (Packungsaufdruck beachten).

So dosieren Sie richtig:

Zucker

Süßstoff

1 Teelöffel

8 Tropfen

1 Esslöffel

25 Tropfen

 65 g    

 1 Teelöffel 

 100 g    

 1,5 Teelöffel

 250 g

 4 Teelöffel

 1 Stück Würfelzucker  

 1 Süßstofftablette

Jeder Süßstoff hat etwas andere Geschmackseigenschaften. Allen gemein ist, dass sie bei Überdosierung leicht metallisch schmecken können.
Dosieren Sie deshalb etwas zurückhaltend, um bei Bedarf nachsüßen zu können.
Aspartam eignet sich nicht zum Backen, da es bei Wärme zerfällt.

So viel Süßstoff ist erlaubt:

Kalorienfreie
Süßstoffe 

Süßkraft im Vergleich zu Zucker

Höchstwert in mg pro kg Körpergewicht

Höchstmenge als Süßstofftablette
(Person mit 75 kg) 

Acesulfam

 130-200

 9 

 56 Stück

Aspartam

 200 

 40

 167 Stück

Cyclamat

 35 

 7

 21 Stück 

Saccharin

 300-500 

 5

 75 Stück

 

Saccharin-Zuckeraustauschstoff-Mischungen enthalten Kalorien
Neben den Süßstoffen gibt es noch mehrere Zuckeraustauschstoffe: Isomalt, Lactit, Maltit, Mannit, Sorbit, Xylit. Sie haben zwar eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker, aber etwas weniger Kalorien.
Zuckeraustauschstoffe werden als besonders nützlich für Diabetiker vermarktet, weil sie den Blutzucker kaum steigen lassen. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie ab einer Menge von 10-20 g Blähungen und Durchfälle verursachen können.

Fruchtzucker hat genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. In geringen Mengen beeinflusst er den Blutzucker kaum. Größere Mengen können dazu führen, dass der Blutzucker nach einiger Zeit ansteigt.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass es bei einer größeren Zufuhr von Fruchtzucker offenbar zu Fettablagerungen in der Leber kommen kann.

Diabetes-Experten empfehlen deshalb, mit Süßstoff zu süßen. Sollte dies nicht möglich sein, verwenden Sie Haushaltszucker in kleinen Mengen (< 50 g am Tag über den Tag verteilt).
Wie Ihr Blutzucker darauf reagiert, können Sie in der Regel gut voraussagen.